online-Recherche
"Brauch ich nicht, ich hab ja Google!" - Diesen
Satz nutzen auch Journalisten, die vermeintlichen Profis unter den
Suchern im Netz, immer öfter.
Tatsächlich: der Shooting Star unter den Suchwerkzeugen
hat sich mit neuartigen Verfahren in den vergangenen Jahren deutliche
Vorteile verschafft: Sein Marktanteil liegt inzwischen bei mehr
als 70 Prozent. Den User - auch den journalistischen - freut's.
Er fühlt sich als Kunde: umworben und schnell bedient. Ein
Begriff in die Suchmaske eingetippt und schon zeigt der Monitor
eine Liste gut aussehender Treffer. Bingo! freut sich der
dankbare Rechercheur. Und übersieht dabei, dass gerade Google
nicht immer das Werkzeug für die berühmte Nadel im Heuhaufen
ist.
Im Google-Rausch
Mich erinnert die online-Recherche mancher Kollegen an ihre Anlagestrategie
im Börsenrausch vor einigen Jahren: Kopf ausschalten, einfach
irgendwas eintippen! Erstens machen das alle so und zweitens kann
man ja kaum etwas falsch machen, es kommen ja Ergebnisse!
Die Fehleinschätzung der Börse wurde schließlich
sichtbar (für manche sehr schmerzhaft), bei der Suchmaschine
dagegen bleibt der Irrtum meist unentdeckt. Sie zeigt ja leider
nicht an, welche Treffer eigentlich die Besten wären.
Information oder Werbung?
Sichtbar wird die Eigenwilligkeit mancher Suchwerkzeuge dann, wenn
sich die ersten Treffer einer Anfrage als bezahlte Werbeeinträge
offenbaren - oft genug nur schwer als solche erkennbar. Oder wenn
neue Webseiten nur gegen Gebühr aufgenommen werden.
Der neue Zwang zur Wirtschaftlichkeit führt den eigentlichen
Sinn des Angebots ad absurdum: Was nützt eine Suchmaschine,
die nicht umfassend und neutral im Sinne des Kunden ist?
Deren Zweck nicht in der Berichterstattung liegt, sondern im Erzielen
von Gewinnen!? Mich erinnert diese Interessen-Gemengelage manchmal
an den privaten Rundfunk in Deutschland.
Für den Suchenden lauten die entscheidenden Fragen: Wie unterscheide
ich die Guten von den Bösen? Welche Maschine
arbeitet wie? Welches Werkzeug ist für meine aktuelle Recherche
am ehesten geeignet? Mit welcher Strategie verfolge ich mein Rechercheziel?
Ohne ein Grundverständnis des Mediums und der Arbeitsweisen
seiner wichtigsten Akteure sind diese Fragen nicht zu klären.
Verborgene Schätze
So bleiben die wahren Schätze des Webs für viele Journalisten
unsichtbar: Sie stochern intuitiv im Nebel, kratzen mit untauglichen
Mitteln und zugleich mit viel Zeitaufwand an der Oberfläche
der gewaltigsten Informationssammlung, die sich die Menschheit je
geschaffen hat.
Spezialkataloge, Zeitungsarchive oder gut sortierte Datenbanken
bleiben ihnen verschlossen (weil sie über Werkzeuge wie Google
nicht abfragbar sind). Der Umgang mit Booleschen Operatoren
ist ihnen leider zu kompliziert. Newsgroups werden von vorneherein
als Recherchequelle ignoriert, weil ihre Bedienung gewöhnungsbedürftig
ist. Und eine gut sortierte Favoritenliste zu erstellen - "dafür
fehlt mir die Zeit!". Schade.
Drei Lösungen
1. Manche Journalisten sind mit sich und ihren Resultaten zufrieden
und googeln gemütlich vor sich hin. Mögen sie glücklich
sein - solange sie es sich leisten können!
2. Einige Kollegen schließen das Thema Internet-Recherche
ab - "ineffizient, zu aufwendig, zu zeitintensiv"
- und wenden sich wieder der klassischen Recherche zu. Das ist schade
- ihnen geht viel verloren.
3. Andere merken schnell, dass auch dieses neue Instrument gelernt
werden will. An sie richtet sich das Seminarangebot.
| Seminarinhalte |
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| Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt,
das Internet als Rechercheinstrument zu verstehen und zielgerichtet
einzusetzen.
Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Arten von Suchwerkzeugen
und Navigationshilfen mit ihrer jeweiligen Bedienung und Funktionalität,
aber auch mit ihren Stärken und Schwächen:
Kataloge
Suchmaschinen
Spezialsuchmaschinen
Meta-Suchmaschinen
News-Suche
Zeitungsarchive
Datenbanken*
Agenten
Newsgroups*
Soziale
Netzwerke *
Weblogs*
RSS-Feeds,
Twitter etc.*
* - je nach Stand
des Vorwissens
Im Seminar nehmen Übungen mit Praxisbeispielen der Teilnehmer
breiten Raum ein. Als Ergebnis sind die Teilnehmer in der
Lage, angepasste Recherchestrategien zu entwickeln und die
Online-Recherche in das Spektrum der Recherche-Instrumente
einzuordnen.
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| Zielgruppe |
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Vor allem Journalisten, darüber hinaus aber alle, die
im Netz zielgerichtet und effizient recherchieren wollen.
Je nach dem Stand der Vorkenntnisse biete ich zwei Seminarformate
an:
Das
Grundlagen-Seminar vermittelt die wesentlichen Funktionalitäten
und Werkzeuge im Web.
Das
Aufbau-Seminar richtet sich an erfahrene Nutzer, die sich
zusätzliche Quellen (Datenbanken, Newsgroups, Communities,
...) erschließen und ihre Recherchestrategien verfeinern
wollen.
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| Seminardauer |
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Grundlagen-Seminar: 2 - 3 Tage
Aufbau-Seminar: 2 - 3 Tage |
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| Seminarwebsite www.top-info.com |
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| Den Teilnehmern steht - auch nach dem Seminar - eine umfangreiche
Website mit allen relevanten Seminarinformationen zur Verfügung.
Die dort enthaltenen Linklisten zu den wichtigsten Suchwerkzeugen
werden regelmäßig aktualisiert, so dass sie auch
längerfristig als Nachschlagewerk genutzt werden kann. |
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| Veranstalter |
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| ARD.ZDF
medienakademie (ehem. ZFP) |
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| Referenzen / Partner |
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