Newsroom
Die Idee ist bestechend: Da alle Nachrichtenredaktionen eines Hauses sich auf ähnliche Ereignisse beziehen, ähnlich recherchieren und zum Teil auch noch ähnlich produzieren, liegt es auf der Hand, diese bislang getrennten Einheiten zusammen zu legen. Von echten 'Einsparungen' redet dabei kaum jemand, wohl aber von erheblichen 'Effizienzgewinnen'.
Wie bei jedem größeren Vorhaben zeigt sich erst in der Umsetzung, dass dieser Veränderungsprozess so trivial dann doch nicht ist:
- z.B. arbeiten die bislang getrennten Einheiten auf unterschiedlichen technischen Informations- und Produktions-Systemen, die nur schwer oder gar nicht harmonisierbar sind. ("Outlook oder Lotus?")
- Die neu geschaffenen Abteilungen sehen sich mit einem ungleich höheren Kommunikations- und Koordinierungsaufwand konfrontiert. ("Dauersitzung!")
- Die unterschiedlichen Sendungsformate bedingen unterschiedliche Arbeitsweisen. So widmet der TV-Kollege einen Großteil seiner Recherchezeit der Suche nach einem Fallbeispiel für die Abendsendung, während die Radio- und Online-Kollegen schon längst auf Sendung sein müssen.
- Im gemeinsamen Nachrichtenzentrum treffen die jahrzehntelang gepflegten spezifischen Kulturen und Vorurteile der einzelnen Medien aufeinander. ("Die!")
- Erfahrene Spezialisten eines Mediums müssen plötzlich umlernen. Ihr jahrzehntelang aufgebautes medienspezifisches Wissen reicht plötzlich nicht mehr. Neue Fähigkeiten müssen erlernt werden und schaffen so zunächst Reibungsverluste und Unsicherheit. ("Kann ich das? Will ich das?")
- Durch neue Strukturen und neue Räumlichkeiten gehen alte Bindungen im traditionellen Redaktionsteam verloren. Diese Übergangsphase erleiden viele Redakteure als 'Heimatlosigkeit'. ("Familie ...")
Dies sind nur einige Aspekte. Deshalb - so die leidvolle Erfahrung der Newsroom-Pioniere - genügt es nicht, neue Räume zu beziehen. Jede Newsroom-Einrichtung ist ein umfassender und langwieriger Change-Prozess über alle Ebenen und Dimensionen des Redaktionsmanagements - von Architektur bis Technik, von Motivation bis Personalentwicklung, von der Neudefinition journalistischer Formate bis zur Neuregelung der Arbeitszeiten.
Zudem ist er in hohem Maße abhängig von der Klarheit und Stringenz strategischer Entscheidungen des Hauses. Eine zögerliche Führung oder bewusst langsame Veränderungsprozesse, so die Erfahrung, führen zum Scheitern des Projektes. Umgekehrt provoziert zu aggressives Vorgehen massive Widerstände der Mitarbeiter.
Auf diesem spannenden Weg begleite ich Entscheider und Redaktionen in Form von 'Impulstagen', Moderation von Klausuren und durch inhaltliche Inputs.
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| Mögliche Inhalte |
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- Haifischbecken News -
Warum wir uns ändern müssen, wenn wir überleben
wollen
- Medienforschung -
Die Diktatur des Kunden in einem Nachfragemarkt
- "1 + 1 ist manchmal 3" -
Grundlagen für medienübergreifende Konzeption
- Best Practise -
Erfahrungen unterschiedlicher Medienhäuser mit Newsrooms
- Workflows -
Moderation: Neuausrichtung bestehender Strukturen und Prozesse
- Werkstatt -
exemplarische (Neu-) Konzeption anstehender Produkte und Workflows
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| Referent |
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Johannes Friedrich Reichert war 10 Jahre lang als TV-Redakteur
für den Bayerischen Rundfunk (Magazine, Dokumentationen)
tätig und dabei beteiligt am Aufbau öffentlich-rechtlicher
Online-Angebote. Seit 10 Jahren trainiert und berät er
TV- und Radio-Sender und -Redaktionen, seit mehreren Jahren
fokussiert auf Veränderungsprozesse im Kontext mehrmedialer
Zusammenarbeit / Konvergenz. Neben seiner Erfahrung als Journalist,
Trainer und Berater hat er mehrere Coaching-Ausbildungen (Systemtherapie,
NLP, ...) absolviert.
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| Referenzen / Partner |
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ARD.ZDF
medienakademie (ehem. ZFP)
NDR - Norddeutscher Rundfunk
MDR - Mitteldeutscher Rundfunk
ORF - Österreichischer Rundfunk
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| Kontakt |
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